Rund 800 Euro gibt jeder Haushalt im Jahresdurchschnitt für Strom aus. Die Mehrheit der Deutschen will sparen. Beim „Wie“ herrscht jedoch arge Unsicherheit. click! möchte Ihnen beim Sparen helfen und nennt die größten Irrtümer. In dieser Ausgabe: Energiesparlampen.
Energiesparlampen erzeugen ein besonders „kaltes“ Licht
Stimmt so nicht mehr: Richtig ist, dass Glüh- und Halogenlampen ein einheitliches Lichtspektrum erzeugen. Es enthält zudem einen höheren Rot-Anteil. Dadurch wirkt ihre Lichtfarbe „warm“. Doch moderne Energiesparlampen sind – anders als die frühen Modelle – mittlerweile mit unterschiedlichen Lichtfarben im Handel. Die Lichtfarbe einer Energiesparlampe lässt sich meist an einem Aufdruck am Lampensockel erkennen. Gemessen wird in Kelvin (K). Ideal für Wohnräume sind Lampen mit den Lichtfarben „extra-warmweiß“ (2.700 K) und „warmweiß“ (2.900 K). Für die Beleuchtung von Arbeitsplätzen eignen sich Energiesparlampen in der Farbe „neutralweiß“ (4.000–5.000 K). Ist besondere Helligkeit gefragt, kommt die Farbe „tageslichtweiß“ (mehr als 5.000 K) zum Einsatz. Doch Ausprobieren lohnt sich: Wie die Lichtfarbe tatsächlich ausfällt, unterscheidet sich zwischen einzelnen Herstellern und Modellen.
Für meine Leuchte gibt es keine Energiesparlampen
Auch diese Einschätzung ist veraltet. Energiesparlampen sind heute in nahezu allen gängigen Größen, Formen und Leistungsstärken im Handel. Das Spektrum reicht von der bekannten Form der Energiesparlampe mit einer oder zwei längeren Röhren über klassische Glühbirnen- oder Globenformen. In kleineren Leuchten lassen sich kürzere, kompakte Lampentypen verwenden. Hier sind die Röhren etwa zu einem Wendel gedreht. Auch die beliebte Kerzenform bietet der Handel mit kleinen (E14) und großen (E27) Fassungen. Dimmbare Sparlampen lassen sich – je nach Ausführung – stufenlos oder in Einzelschritten regeln. Und Lampen, die mit einer Vorheizfunktion ausgestattet sind, gelten als besonders langlebig und eignen sich darum auch für häufigeres An- und Ausschalten.
Extratipp
Bis 2012 muss die Glühlampe nach und nach aus dem Handel verschwinden. Ersatz bieten Energiesparlampen. Die gängigen Modelle sind technisch kompakte Leuchtstofflampen. In puncto Umwelt belasten sie aufgrund des geringeren Stromverbrauchs die Natur weniger als Glühlampen. Rund 95 Prozent der Energie setzt die Glühlampe nicht in Licht, sondern in Wärme um. Der niedrige Verbrauch der Energie sparlampen verringert den bei der Stromerzeugung entstehenden Ausstoß von Kohlendioxid (CO2). Allerdings lassen sich die Sparlampen nicht ohne Quecksilber produzieren. Obwohl der Anteil des giftigen Schwermetalls in den Lampen massiv verringert wurde, gehören ausgediente Exemplare immer in den Sondermüll. Für die Umwelt stellt das Quecksilber der Lampen übrigens keine zusätzliche Belastung dar. Auch bei der Stromerzeugung wird Quecksilber freigesetzt. Ein geringerer Stromverbrauch bedeutet also weniger Quecksilber.