In diesem Jahr wurde Bad Salzungen staatlich anerkanntes Sole-Heilbad. Ein Grund dafür ist die saubere Luft, ermöglicht durch die Versorgung mit Fernwärme.
Das weiße Gold der Erde, wie das Salz genannt wird, war in der Region um Bad Salzungen schon immer verantwortlich für wirtschaftlichen Aufschwung und Arbeitsplätze. Schließlich stand im benachbarten Merkers das größte Kaliwerk der Welt. Während jedoch die Werra jahrzehntelang als Salzwasser-Pipeline zur Nordsee diente, spielt Salz in Vergangenheit und Gegenwart von Bad Salzungen selbst eine ausgesprochen wohltuende Rolle. Jährlich kommen tausende Reha-Patienten, aber auch Touristen in das „Bad der starken Sole“, um die Heilmittel vor Ort zu nutzen oder einfach nur das gesunde Klima und die herrliche Umgebung zu genießen. Grund genug, im Januar 2009 die Stadt als staatliches Sole-Heilbad anzuerkennen. Um diesen Status zu erreichen, werden hohe Ansprüche gerade an die Luftqualität gestellt. Kein Problem für Bad Salzungen, denn bereits seit 1974 werden Teile der Stadt mit Fernwärme versorgt.
E.ON Thüringer Energie ein wichtiger Partner
Zwischen 1992 und 1993 wurde schließlich das alte Heizkraftwerk komplett umgebaut und auf umweltfreundliches Erdgas umgestellt. Durch das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme wird zur Beheizung von Wohnungen und zur Warmwassergewinnung genutzt. So arbeitet ein Heizkraftwerk zum einen mit einem erheblich höheren Wirkungsgrad als konventionelle Kraftwerke und schont zum anderen Ressourcen und Klima. „So komisch es klingen mag, aber für die Kurstadt ist gerade der Energieversorger E.ON Thüringer Energie ein wichtiger Partner“, erklärt auch Bürgermeister Klaus Bohl. Nicht zu unrecht, sind doch die großen Wohngebiete „An den Beeten“ und in Allendorf an das Fernwärmenetz angeschlossen. Selbst bis ins Stadtzentrum liefert E.ON Thüringer Energie die „fertige“ Wärme.
Römische Aufzeichnungen über Salzungen
Doch zurück zum Ursprung, dem Salz. Seit Jahrtausenden wird die Heilkraft der Solequellen von Bad Salzungen genutzt. Erste Ansiedlungen in der Region gehen auf diese und die damit verbundene Salzherstellung zurück. Immerhin ist Salzungen nicht nur eine der ältesten Städte Thüringens, sondern auch der älteste bekannte Produktionsort für Salz in Mitteldeutschland. Schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus berichtete in seinen antiken Aufzeichnungen über eine Salzschlacht an einem Grenzfluss. Fachleute sind sich sicher, dass damit ein Streit um die Salzunger Solequellen an der Werra gemeint war. Der Besitz von Salzquellen versprach schließlich Wohlstand und Reichtum, und bis heute ist das Schicksal der Stadt eng mit der Salzgewinnung verbunden.
Kelten entdeckten die Salzgewinnung
Mit modernem Marketing setzt die Stadt heute konsequent auf die Heilwirkung der Sole. Kernstücke des Kur- und Bäderbetriebes sind dabei das Gradierwerk sowie das im Jahr 2000 eröffnete Keltenbad. Der Name ist nicht zufällig gewählt, siedelten doch in diesem Gebiet schon vier Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung die Kelten. Sie entwickelten auch die ersten Technologien zur Salzgewinnung und handelten damit auf den historischen Salzstraßen bis in die Hansestädte an Nord- und Ostsee. Der Besucher und Kurgast von Bad Salzungen kann also einiges erwarten: Nicht nur eine der stärksten Solequellen Europas, die mit 27 Prozent etwa dem Salzgehalt des Toten Meeres gleichkommt, sondern auch lohnende Ausflugsziele in der Umgebung, wie beispielsweise das Erlebnisbergwerk Merkers. Zudem lockt rund um die Stadt eine Vielzahl an Wander- und Radwegen.
Kontakt und Informationen
Sole-Heilbad Kurverwaltungsgesellschaft mbH
Touristinformation
Am Flößrasen 1
36433 Bad Salzungen
T 03695 6934-0
www.keltenbad.de
info@keltenbad.de